Magisches Schubladenschränkchen

Für ein Geburtstagsgeschenk habe ich ein schickes Gehäuse aus Holz mit etwas Elektronik kombiniert.

Schubladenschrank

Funktion

Hält man die Hand kurz vor eine Schublade, öffnet sich diese automatisch. Nach einer bestimmten Zeit schließt sie sich wieder. Ein kurzes Video sagt mehr als viele Worte.

Gehäuse

Ich habe hier Wert darauf gelegt, dass von außen so wenig "Technik" wie möglich zu sehen ist. Das Gehäuse wurde aus Sperrholzplatten zusammengeleimt und anschließend geschliffen und lackiert. Schrauben, um das Gehäuse zu öffnen, sind nur von unten zugänglich.
Rohbau Leimhilfe Rohbau2 Rückansicht Gehäuse

Elektronik

Die Platine enthält neben einem 5V-Netzteil mit 7805 und dem Mikrocontroller (AT89C2051) nichts Aufregendes. Der Mikrocontroller reagiert auf die Distanzsensoren und steuert die Servos. Jeder der drei Servos bewegt über ein Gestänge eine Schublade. Der Vorteil von Modellbauservos liegt in der einfachen Ansteuerung. Es werden keine Endschalter und keine Referenzpositionen benötigt. Die Pulsweite des Steuersignals bestimmt die Absolutposition des Motors. Detailierte Informationen dazu sind zum Beispiel hier zu finden.
Platine Schublade

Sensoren

Die Distanzsensoren arbeiten mit dem IC IS471F. Dieses treibt eine Infrarot-LED. Ein Gegenstand vor dem Sensor reflektiert das modulierte Licht und ein Ausgang wird geschaltet. Durch die Modulation beeinflusst Fremdlicht die Erkennung nicht. Die Sensoren sind hinter roten Plexiglasscheiben versteckt.

Firmware

Das Programm ist in Assembler geschrieben. Ein periodischer Timer erzeugt drei pulsweitenmodulierte Rechtechsignale für die Servos. Im Timerinterrupt werden zusätzlich die Distanzsensoren entprellt. Da sich zeigte, dass die Servos unter Belastung stark zittern und Geräusche von sich geben, (ich hätte doch hochwertigere Servos verwenden sollen) wird das Signal in Ruhestellung ganz abgeschaltet.